Vor dem Antrag: Das sollte überprüft werden

Die Kreditkarte als Zahlungsmittel ist natürlich ein praktischer Helfer aber dennoch ist es wichtig, dass man nicht einfach das nächste Angebot annimmt, was einem geboten wird. Wer sich vor der Antragstellung nicht die Mühe macht, bestimmte Dinge zu überprüfen, der zahlt bei einer Kreditkarte auch gerne einmal drauf und muss dann ein Lehrgeld zahlen, was eigentlich nicht notwendig gewesen wäre. Der Markt für Kreditkarte ist groß und da viele der Karten heute bereits online bezogen werden können, braucht es oft nur wenige Klicks, bis man den Antrag ausgefüllt hat. Wer sich nicht die Mühe macht, einige Punkte zu überprüfen, der wird schnell merken, dass er ins Fettnäpfchen tritt.

Bei einer Kreditkarte spielt nicht nur die Jahresgebühr eine Rolle, auch wenn dies dem Kunden gerne suggeriert wird. Wer liest, dass eine Karte umsonst zu haben ist, der greift schon gerne einmal zu und vergisst dabei, einen Blick auf die weiteren Konditionen zu werfen. Aber gerade diese Konditionen können im finanziellen Bereich schnell für einen Beinbruch sorgen. Doch wo werden mit einer Kreditkarte eigentlich Kosten verursacht? Was viele nicht wissen, die folgenden Punkte können für hohe Kosten sorgen:

  1. Das bargeldlose Zahlen im Ausland
  2. Abhebung von Bargeld
  3. Jahresgebühren
  4. Nutzung einer Partnerkarte
  5. Verlust der Karte

    Gebühren bezahlen - Rechnung

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Daher ist es besonders wichtig, eben diese Konditionen im Blick zu haben, bevor ein Vertrag unterschrieben wird. Wer sich auf die Suche nach einer Kreditkarte macht, der sollte sich über die anfallenden Gebühren vorher informieren und auch verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Auf diese Weise ist es möglich, dauerhaft Gebühren zu sparen, die einem auf den ersten Blick vielleicht gar nicht aufgefallen wären. Oft kommt das böse Erwachen dann mit der ersten Abrechnung, die durchaus höher als erwartet ausfallen kann.

Warum mit Gebühren zu rechnen ist

Wer bisher dachte, dass das bargeldlose Zahlen mit der Kreditkarte kostenfrei ist, der hat sich getäuscht. Nicht nur im Ausland, auch im Inland können durchaus Kosten anfallen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn etwas in einer Fremdwährung gekauft hat. Wer also im Internet im Ausland bestellt und die Kosten über die Kreditkarte begleichen möchte, der muss hier möglicherweise mit zusätzlichen Kosten rechnen.

Da die Kreditkarte besonders gerne im Urlaub zum Einsatz kommt, sollte auch bedacht werden, dass beim Abheben von Bargeld ebenfalls Kosten fällig werden. Innerhalb von Deutschland bewegen sich diese Kosten im Durchschnitt bei bis zu 7,50 Euro pro Abhebung. Wer im Ausland jedoch Bargeld in Fremdwährung abhebt, der hat hier gleich noch das Problem, dass neben den Kosten für die Abhebung, auch Kosten für die Umrechnung entstehen können.

Einweiterer Punkt ist die Jahresgebühr. Diese ist kostenfrei? Dann hier lieber einmal genauer hinsehen. Vielleicht ist sie nur deshalb kostenfrei, weil das Kreditkartenunternehmen einen bestimmten Jahresumsatz fordert. Wenn dieser nicht eingehalten wird, dann können ganz schnell zusätzliche Kosten entstehen. Ob ein Jahresumsatz notwendig ist, lässt sich in den Konditionen des Anbieters feststellen. Manchmal ist auch nur das erste Jahr kostenfrei, was auch nicht immer aus dem Angebot direkt hervorgeht. Im zweiten Jahr der Nutzung der Kreditkarte ist dann die Überraschung groß, wenn hier plötzlich ein Betrag vom Konto abgebucht wird.

Nicht bei jeder Kreditkarte ist es so, dass einmal im Monat der gesamte verwendete Betrag abgebucht wird. Teilweise ist auch eine Ratenzahlung möglich. Klingt gut? Ist es aber nicht immer, denn die Sollzinsen bei einer Kreditkarte liegen deutlich höher als bei einem klassischen Kredit. Zinsen in einem zweistelligen Bereich sind dabei keine Seltenheit und sorgen dann für eine Überraschung, wenn die Raten nach und nach beglichen werden, der genutzte Betrag aber nicht in gleicher Höhe sinkt.

Die Überprüfung der genannten Punkte sollte daher vor der Antragstellung durchgeführt werden.