Was spricht für und was gegen eine Prepaid-Kreditkarte?

Wer noch keine 18 Jahre alt ist oder über eine schlechte Bonität verfügt, der hat schlechte Karten was die Beantragung einer Kreditkarte angeht. Manchmal sinkt die Bonität schneller als man schauen kann. Oft reicht schon eine nicht gezahlte Rechnung aus für einen Eintrag in der Schufa. Die Banken und Finanzinstitute sind hier streng. Wer eine negative Bonität aufweist, der erhält auch keine Kreditkarte. Im Grunde durchaus nachvollziehbar, für die Kunden jedoch ein Problem. Vor allem dann, wenn sie die Kreditkarte dringend brauchen. Aber auch für Jugendliche ist es ein Ding der Unmöglichkeit, eine Kreditkarte zu erhalten. Natürlich können die Eltern hier die Zweitkarte an den Nachwuchs weiterreichen. Dies sind aber nicht alle Eltern bereit zu tun.

Eine sehr gute Alternative für diese Fälle ist die Prepaid-Kreditkarte. Diese gibt es durchaus von den verschiedenen Anbietern und sie bringt einen ganz entscheidenden Vorteil mit sich: Die Kreditkarte wird ohne eine Bonitätsprüfung vergeben. Das klappt aber nur, weil es sich hierbei mehr um eine Guthabenkarte mit den Eigenschaften einer Kreditkarte handelt. Wenn kein Guthaben auf der Karte zu finden ist, dann kann sie auch nicht verwendet werden. Im Grunde ist es also nichts anderes als eine Karte, die auf das Guthaben des Inhaber zurückgreift, dabei aber genauso eingesetzt werden kann wie eine Kreditkarte. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  1. Es fallen keine Schulden an, da sich hier keine Verbindlichkeiten aufstauen können.
  2. Auch Jugendliche können die Karte, beispielsweise auf Reisen nutzen.
  3. Kunden mit einer schlechten Bonität kommen so an eine Kreditkarte.
  4. Der Kunde entscheidet selbst, wie hoch das Guthaben auf seiner Karte sein soll.
  5. Bei einem Diebstahl können Schäden nur in Höhe des vorhandenen Guthabens entstehen, was deutlich für die Sicherheit der Prepaid-Karte spricht.

Hat die Prepaid-Kreditkarte auch Nachteile?

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Die Vorteile für die Prepaid-Kreditkarte sind bekannt. Doch hat die Karte eigentlich auch Nachteile. Da es sich hier nicht um eine Kreditkarte im klassischen Sinn handelt, kann es hier nicht passieren, dass der Nutzer seine Ausgaben aus den Augen verliert. Es laufen also keine Kosten zusammen, die dann möglicherweise nicht beglichen werden können. Dieser ganz entscheidende Vorteil, kann aber auch zu einem Nachteil werden. Wer die Prepaid-Karte beispielsweise im Ausland nutzen möchte, gerade aber keine Gelegenheit hat, das Guthaben auf der Karte zu erhöhen, der kann diese auch nicht weiter verwenden. Das kann vor allem im Ausland zu Problemen führen, wenn die Kreditkarte das einzige anerkannte Zahlungsmittel ist.

Ein weiterer Punkt ist die Anerkennung der Prepaid-Kreditkarte. Bei einer klassischen Kreditkarte ist die Kartennummer in einem 3D-Effekt auf der Karte aufgetragen. Das ist ein Sicherheitsaspekt, damit die Karte richtig gelesen werden kann. Die Prepaid-Karte verfügt jedoch nicht über diesen erhobenen Aufdruck und wird dadurch nicht überall erkannt und somit auch nicht überall anerkannt. Auch eine Hinterlegung der Prepaid-Karte als Sicherheit, beispielsweise bei Hotelbuchungen, ist meist nicht so einfach möglich. Gerade dann, wenn die Kreditkarte auf Reisen zum Einsatz kommen soll, kann dies zu einem Problem werden. Hier lohnt es sich abzuwägen, ob es sich dann wirklich um die beste Lösung handelt.

Dies sind jedoch die einzigen Vorteile, die bei der Prepaid-Karte zu finden sind. Die einfache Aufladung der Karte kann ganz schnell online über das Konto erfolgen. So lange Guthaben auf der Karte vorhanden ist, kann sie auch genutzt werden. Sie ist damit immer wieder aktivierbar. Durch die Übersicht auf dem Konto und den eigenen Übertrag auf die Karte haben Nutzer zudem einen hervorragenden Überblick über die Ausgaben, die mit der Kreditkarte getätigt werden. Gerade für Jugendliche ist das eine sehr gute Möglichkeit, um den Umgang mit Geld zu lernen.