Die richtige Verhaltensweise beim Verlust einer Kreditkarte

Beim Verlust der eigenen Kreditkarte geht der Herzschlag erst einmal schneller und man fragt sich unweigerlich, was nun eigentlich zu tun ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kreditkarte verloren geht, ist im Grunde gar nicht so gering. Die meisten Menschen haben die Kreditkarte immer in der Geldbörse bei sich. Diebstahl aber auch Nachlässigkeit können ein Grund dafür sein, dass die Geldbörse verloren geht. In diesem Fall ist natürlich auch die Kreditkarte mit verschwunden. Wer an einen Betrüger gerät, der sieht möglicherweise hohe Kosten auf sich zukommen, denn mit den Daten der Kreditkarte fällt der Einkauf im Internet leicht. Daher ist es wichtig, hier möglichst schnell zu reagieren. Für den Fall des Verlustes einer Kreditkarte gibt es eine allgemeine Rufnummer, die für alle Kreditkarte eingesetzt werden kann. Diese Nummer ist die 116 116. Die Rufnummer ist 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Sofort nach dem Feststellen des Verlustes sollte daher hier Bescheid gegeben werden. Innerhalb von kurzer Zeit kann man die Kreditkarte sperren lassen. Zudem hat der Kreditkarteninhaber so einen Nachweis darüber, dass er schnell reagiert hat. Kommt es dennoch zu Verlusten, kann solch ein Nachweis besonders wichtig sein.

Tipp: Die Nummer gilt nicht nur für die Kreditkarte. Auch wer seine Geldkarte verloren hat, der kann unter dieser Nummer anrufen und so dafür sorgen, dass diese ebenfalls möglichst schnell gesperrt wird.

Wenn die Girokarte oder Kreditkarte verloren gegangen ist, beispielsweise beim Verlust der ganzen Geldbörse, dann sollte zudem mit der Polizei Kontakt aufgenommen werden. Hier gibt es den speziellen Bereich KUNO. KUNO ist die Abkürzung für die Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen. Wird der Verlust einer Karte hier gemeldet, dann erfolgt eine Meldung bei der Meldestelle, so dass mit den gestohlenen Karten auch nicht mehr gezahlt werden kann.

Telefonservice, Rufnummer

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Haftung bei Schäden beim Verlust einer Kreditkarte

Wenn eine Kreditkarte verloren geht, dann können natürlich auch immer Schäden entstehen. Wer den Verlust beispielsweise nicht direkt bemerkt und die Karte nicht sofort sperren lässt, der wird vermutlich auf der nächsten Abrechnung hohe Beträge vorfinden, die er nicht selbst getätigt hat. In diesem Fall ist es ganz natürlich, dass man sich Gedanken darüber macht, wer für diese Kosten denn nun eigentlich aufkommen wird. Bei der Kreditkarte ist es in der Regel so, dass es so eine Art Selbstbehalt gibt, der bei rund 150 Euro liegt. Wenn die Schäden diesen Betrag übersteigen, dann muss der Kunde nicht haften. Teilweise gibt es sogar Anbieter für Kreditkarten, die gar keine Zahlung des Kunden fordern. Allerdings ist es hierfür notwendig nachweisen zu können, dass der Verlust direkt nach dem Bemerken des Verlustes auch wirklich gemeldet wurde.

Zudem muss der Kunde über den Anscheinsbeweis nachweisen, dass der nicht fahrlässig gehandelt hat. Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn er die Kreditkarte und die dazugehörige PIN in einer Geldbörse zusammen aufbewahrt hätte.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, bei einem bemerkten Verlust direkt die Zeit und den Ort zu notieren, die Nummer für die Sperrung anzurufen und sich hier den Namen der Person am Telefon geben zu lassen. Mit ausreichend vielen Nachweisen kann die Bank dann davon ausgehen, dass der Kreditkarteninhaber alles notwendige in die Wege geleitet hat, damit die Karte schnell gesperrt werden kann und damit an etwaigen Verlusten keine Schuld trägt. So kann von einer Übernahme der Schäden durch die Bank ausgegangen werden.

Hinweis: Wer sich möglicherweise gerade im Urlaub befindet, wenn die Kreditkarte gestohlen wird und dringend eine Karte benötigt, der kann sich auch übergangsweise eine Karte ausstellen lassen. In den meisten Fällen können diese Karten dann bei einer Zweigstelle des Kreditkartenanbieters mit Nachweis abgeholt werden.