Kreditkartennummern – ein interessantes Feld

Die Kreditkartennummer auf der Vorderseite der Kreditkarte ist jedem bekannt. Dazu gibt es noch die Kreditkarten Prüfziffer auf der Rückseite, die auch als Sicherheitscode bezeichnet wird. Was es damit auf sich hat und was es eigentlich alles rund um die Kreditkarte zu entdecken gibt, erfahren Sie hier.

Der Kreditkartennummern-Generator

Haben Sie schon einmal davon gehört, dass es einen Generator für die Zusammenstellung von Kreditkarten gibt? Das klingt erst einmal seltsam, ist aber gerade für Menschen interessant, die mit Kartennummern ein wenig experimentieren möchten, ohne echte Daten einzusetzen. Es gibt inzwischen bereits verschiedene Wege in Bezug auf die Sicherheit bei der Zahlung mit Kreditkarten. Das heißt aber nicht, dass es hier nicht noch Verbesserungschancen gibt. Mit Hilfe von einem Online-Generator ist es also möglich, Kreditkartennummern zusammenzustellen, die in ihrem Aufbau den echten Karten gleichen. Allerdings handelt es sich hier eben nicht um echte Kartennummern. Im Prinzip ist ein solcher Generator vor allem eines: Ein amüsantes Spielzeug.

Kredirkarrten liegen auf einer Tastatur

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Bei der Nutzung kann ausgewählt werden, für welche Kreditkartenart eine Nummer generiert werden soll. Handelt es sich um eine VISA oder doch um eine American Express? Anschließend kann mit einem einfachen Klick die Nummer generiert werden. Das Gute an dem Generator ist: Hier lassen sich zwar verschiedene Kreditkartennummern erstellen, diese können jedoch nicht eingesetzt werden. Denn um mit der Kreditkarte online einkaufen zu können, braucht es deutlich mehr als eine Kreditkartennummer. Hier werden auch die Gültigkeit sowie die Prüfziffer abgefragt. Der Generator ermöglicht es einfach, viele verschiedene, fiktive Kreditkartennummern erstellen zu können.

Interessant ist ein solcher Generator in erster Linie dann, wenn Sie sich generell für den Aufbau der Kartennummern interessieren oder vielleicht sogar auf der Suche sind, die Kreditkarte noch sicherer zu machen. Möglicherweise wollen Sie auch einfach Beispielnummern erstellen, die Sie auf Ihrer Webseite einbinden können. Natürlich können Sie hier auch einfach auf gut Glück ein paar Zahlen aneinanderreihen. Allerdings basiert der Generator auf dem richtigen Aufbau der Kreditkarte des jeweiligen Herausgebers.

 

Der Aufbau der Kreditkartennummer

Interessant für alle, die sich für die Kartennummer bei der Kreditkarte entscheiden, ist auf jeden Fall der Aufbau dieser. Anders als es vielleicht scheint, handelt es sich bei der Kreditkartennummer nicht um eine willkürlich zusammengestellte Nummer sondern um einen Code, der über wichtige Informationen verfügt. So kann der Nummer der Kartentyp entnommen werden, ebenso wie der Herausgeber der Karte, die Prüfziffer sowie die Kontonummer des Kreditkartenkontos. Die Zusammensetzung der Kreditkartennummer funktioniert nach einem Schema:

  1. Die ersten vier Ziffern geben den Hinweis auf den Herausgeber der Kreditkarte.
  2. Die 5. Ziffer auf der Kreditkarte sagt aus, um welche Art der Karte es sich handelt.
  3. Die 6. Ziffer gibt den Hinweis darauf, ob eine normale Kreditkarte, eine Partnerkarte, eine Firmen-Karte oder vielleicht auch eine Zweitkarte vorliegt.
  4. Anschließend folgen neun weitere Ziffern. Hierbei handelt es sich um die Kontonummer des Kreditkartenkontos.
  5. Die letzte Zahl der Kreditkartennummer ist die Prüfziffer. Mit dieser Ziffer ist es möglich zu überprüfen, ob die Kreditkartennummer in dieser Ausführung korrekt ist.

Gut zu wissen: Nicht alle Kreditkarten habe eine Nummer von derselben Länge. Dies kann je nach Hersteller oder Herausgeber der Kreditkarte variieren. So gibt es beispielsweise die American Express mit 15 Ziffern, die VISA mit 13 Ziffern oder die MasterCard mit 16 Ziffern. Wer also wissen möchte, wie sich die Kreditkartennummer zusammensetzt, der muss durchaus auch auf den Herausgeber schauen.

Die eigene Kreditkartennummer prüfen können

Wollten Sie schon immer einmal wissen, ob Ihre Kreditkartennummer eigentlich korrekt ist? Hierfür können Sie sich natürlich die Mühe machen und auf eine komplizierte Formel zurückgreifen. Besser ist es jedoch, wenn Sie einfach einen praktischen Prüfer nutzen. Um die Prüfung durchführen zu können, braucht es einen Algorithmus. Natürlich können Sie die Kartennummer einfach in den Prüfer eingeben und die Prüfung durchführen. Vielleicht wollen Sie aber auch gerne verstehen, was genau hinter dem Algorithmus steckt.

Zum Einsatz kommt der Luhn-Algorithmus, der für die Prüfung genutzt wird. Es ist nicht ganz so schwer zu verstehen, wie dieser funktioniert:

  1. Die Kreditkartennummer wird von der zweiten Ziffer von hinten an geprüft. Jede zweite Ziffer wird dann in ihrem Wert verdoppelt.
  2. Nun werden die Quersummen der einzelnen Zahlen genommen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass bei zweistelligen Zahlen noch einmal die Quersumme gebildet werden muss.
  3. Nun kommt es zur Berechnung vom Modul 10. Dies ist der wohl schwierigste Teil für Menschen, die bisher damit noch nichts zu tun hatten. So wird an dieser Stelle das nächstkleinere Vielfache berechnet, das zur Quersumme von 10 zu sehen ist.
  4. Jetzt steht der letzte Teil an. Nun wird der Modulo 10 schließlich von der Zahl 10 abgezogen. Wenn die Kreditkartennummer korrekt ist, dann ergibt das Ergebnis nun die Prüfziffer.

Die Kreditkartennummer kann also auch selbst berechnet werden, dafür braucht es nicht unbedingt einen Prüfer. Dennoch ist es viel einfacher und schneller, die Richtigkeit der Kreditkartennummer über den Prüfer zu testen. Auf jeden Fall ist es eine interessante Möglichkeit, sich mit der eigenen Kreditkartennummer zu beschäftigen.

Warum sollte ich meine Kreditkartennummer prüfen? Wenn Ihre Kreditkarte bei jeder Bezahlung gut funktioniert, dann brauchen Sie diese eigentlich nicht prüfen. Es kann aber auch einfach interessant sein, auf der Basis von dem Algorithmus die Prüfung durchzuführen und so mehr über die Funktionsweise der Kreditkarte zu erfahren.

Die wichtigsten Informationen zu den Nummern der Kreditkarte

Bevor sich mit der Kreditkartennummer noch eingehender beschäftigt wird, kann es nicht schaden, einen Blick auf den generellen Aufbau der Kreditkarte zu werfen. Sowohl auf der Vorder-, als auch auf der Rückseite befinden sich wichtige Informationen. Auf der Vorderseite ist der Kreditkartenherausgeber zu finden. Besonders bekannt sind sowohl VISA als auch MasterCard. Dann ist der Name des Inhabers der Kreditkarte eingestampft und leicht erhoben zu sehen. Zudem gibt es eine Information zum Beginn der Gültigkeit einer Karte, ebenso wie zum Ablauf der Karte.

schwarze Kreditkarte mit Brille im Hintergrund

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Wichtig zu wissen: Wenn eine Kreditkarte abläuft, dann muss normalerweise keine neue Karte bestellt werden. Bei einem normalen Vertrag mit der herausgebenden Stelle wird die Kreditkarte kurz vor Ablauf durch eine neue Karte ersetzt. Anders ist es, wenn die Kreditkarte gekündigt wurde. Dann wird sie ab dem Zeitpunkt der Kündigung ungültig, egal was auf der Karte vermerkt ist. Ebenfalls auf der Vorderseite der Kreditkarte finden sich ein Hologramm sowie der Sicherheitschip. Dieser wird auch als EMV-Chip bezeichnet und enthält ebenfalls wichtige Informationen.

Auf der Kartenrückseite sind zwar nur weniger, aber nicht weniger wichtige Informationen zu finden. Hier befindet sich der Magnetstreifen. Dieser verfügt über Informationen zum Karteninhaber. Zudem muss auf dem Unterschriftenfeld unterschrieben werden. Außerdem gibt es die Kartenprüfnummer. Diese ist weder auf dem Chip, noch auf dem Magnetstreifen vermerkt und daher sehr wichtig für die Sicherheit der Kreditkarte.

Besondere Sicherheitsmerkmale – von Prüfziffer, Sicherheitscode und CVC

Zur Kreditkartennummer sind Sie nun ausreichend informiert. Sie wissen, wie diese aufgebaut ist und welche Informationen sie enthält. Doch die Kreditkartennummer ist nicht der wesentliche Faktor, wenn es um die Sicherheit bei der Nutzung der Kreditkarte gibt. Tatsächlich wird nach wie vor sehr viel Kreditkartenbetrug durchgeführt. Dieser lässt sich nur dann verhindern, wenn bei der Nutzung der Kreditkarte auf Sicherheit geachtet wird. Um die Sicherheit zu erhöhen, ist die Karte mit einigen Merkmalen ausgestattet.

Was viele Menschen nicht wissen: Sowohl Prüfziffer als auch Sicherheitscode und CVC sind eine Bezeichnung für ein und dasselbe Merkmal. Es handelt sich hierbei um den Card Verification Value Code. Diese Prüfziffer ist auf der Rückseite der Kreditkarte zu finden und wird bei Zahlungen mit dieser abgefragt. Interessanterweise wird die Ziffer bei den VISA-Karten als CVV bezeichnet. Lassen Sie sich also nicht verwirren, wenn Sie nach dieser Ziffer gefragt werden. Es handelt sich um die Prüfziffer.

Wann kommt diese zum Einsatz? In erster Linie vor allem dann, wenn Sie online mit der Kreditkarte zahlen möchten. Um sicherzugehen, dass es sich bei Ihnen nicht um einen Betrüger handelt, der auf irgendeine Weise an die Kreditkartennummer gekommen ist, wird die Prüfziffer abgefragt. So kann der Online-Shop sicherstellen, dass es sich bei Ihnen auch um die Person handelt, in deren Hand sich die Kreditkarte befindet.

Hinweis: Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist, dass Sie die Kreditkartennummer nicht einfach so oft falsch eingeben können, wie Sie möchten. Jeder Herausgeber gibt vor, wie häufig eine Kartennummer falsch eingegeben werden kann. Ist diese Menge erreicht, so wird die Karte gesperrt und muss durch den Nutzer wieder entsperrt werden.

Sperrung der Kreditkarte – die Nummer zur Hand haben

Es kann durchaus passieren, dass die Kreditkarte gestohlen wird oder verloren geht. In diesem Fall sind Sie als Kreditkarteninhaber verpflichtet, dies sofort der zuständigen Stelle zu melden. Diese nimmt dann die Sperrung der Kreditkarte vor. Es kann nicht schaden, für diesen Fall die Kreditkartennummer zur Hand zu haben. Wer also die Möglichkeit hat, sollte die Nummer auswendig lernen. Das erleichtert die Zuordnung der Karte vor allem dann, wenn man vielleicht mehrere Kreditkarten bei einem Herausgeber hat. Dies ist kein Muss, aber eine große Hilfe.

Bei dem Verlust der Kreditkarte ist es wichtig, dies sofort beim Bemerken zu melden und die Sperrung zu veranlassen. Wird dies nicht durchgeführt, so gilt dies als ein Fehlverhalten des Karteninhabers und es kann passieren, dass dieser einen finanziellen Schaden nicht erstattet bekommt.