Für das Unternehmen VISA Europe steht Sicherheit an erster Stelle. Dies bedeutet, dass ein sicheres Zahlungssystem entwickelt wurde, welches nicht nur den Inhaber der Karte schützt, sondern auch Unternehmen, Händler und Mitglieder.

Es kommt immer wieder vor, dass Betrüger versuchen, an Ihr Geld zu gelangen. Um das Zahlungssystem so sicher wie möglich zu machen, arbeitet VISA daher ständig an dessen Entwicklung. Diesbezüglich verwendet VISA Europa neue Technologien. Auf diese Weise lassen sich die Auswirkungen im Falle eines Betruges erheblich minimieren. Es ist VISA wichtig, bei der Entwicklung der neuen Technologien mit Mitgliedern, Unternehmen und Händlern zusammenzuarbeiten.

VISA verwendet den sicheren EMV-Chip

VISA Europe verwendet, um ein sicheres Zahlungssystem anzubieten, die hoch moderne EMV-Chip-Technologie. Diese wurde entwickelt von Europay, VISA sowie MasterCard. An der Karte befindet sich der EMV-Chip. Durch die Anbringung ist die Fälschung der Karten erheblich schwieriger geworden. Damit sich der Nutzer für die Kartenzahlung autorisieren kann, muss er eine PIN-Nummer eingeben. Gestohlene, verlorene oder gefundene Kreditkarten können auf diese Weise praktisch nicht verwendet werden, was einen Betrug erheblich schwieriger macht. Damit die Richtlinien des Verfahrens eingehalten werden, arbeiten die Mitgliedsinstitute von VISA sowie die Händler eng zusammen.

Besonderer Schutz der Kartendaten

Mit der Kreditkarte zahlen

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Kartenzahlungen werden immer wieder verbessert, um das Verfahren sicherer zu machen. Doch auch die Betrüger schlafen nicht und entwickeln immer neue Methoden, um sich illegal zu bereichern. Deshalb setzt VISA Europe nicht mehr darauf, den Kartenschutz zu verbessern, sondern möchte einen besseren Schutz der Kartendaten erreichen, um den Kunden zu schützen.

Durch den PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard), welcher weltweit gilt, werden insgesamt 12 Anforderungen festgelegt, die mindestens erfüllt sein müssen. Diese müssen sowohl vom Abwickler der Zahlung als auch vom Händler unbedingt eingehalten werden. Entwickelt wurde das PCI DSS Verfahren durch MasterCard und VISA im Jahr 2004. Die Betreuung des Verfahrens erfolgt durch die PCI Security Standards Council. In dieser Organisation sind Vertreter von Händlern, Lieferanten, Banken, Dienstleisters und Sparkassen integriert. VISA Europa möchte das System weiterentwickeln, und zwar durch die Data Field Encryption. Hierdurch sollen Karteninhaber noch mehr geschützt werden. Zahlungsabwickler und Händler, die Fragen zu PCI DSS haben, können sich an die AIS (Account Informationen Security) wenden.

Neue Technologien und Produkte werden entwickelt

Der E-Commerce wird immer bedeutsamer, sodass VISA Europe es sich zur Aufgabe gemacht hat, spezielle Produkte herauszubringen, die das sichere Online-Shopping unterstützen.

  • VISA verwendet Verified, welcher speziell für Kartenzahlungen im Internet eingesetzt wird. Durch das System kennt lediglich die Bank, die dem Kunden die Karte zur Verfügung stellt, dessen Passwort. Händler und dergleichen erfahren das Passwort nicht. Die Sicherheit beim Online-Shopping kann auf diese Weise erhöht werden.
  • Zur weiteren Sicherheit trägt der VISA CodeSure bei. Es handelt sich hierbei um einen persönlichen Sicherheitscode, welcher den Kreditkarteninhaber schützen soll. Der Code wird jeweils neu generiert und setzt sich aus Ziffern aus dem Ziffernfeld zusammen, welche sich auf der Rückseite der Kreditkarte befinden. Der Karteninhaber muss seine PIN eingeben.
  • Des Weiteren befindet sich auf der Kartenrückseite der CVV“, bei dem es sich um einen Code handelt, welcher aus drei Ziffern besteht. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Karte tatsächlich vorliegt, wenn der Einkäufer im Internet shoppt.
  • Das neue EMV-Verfahren wird ebenfalls weiter ausgebaut, um den Schutz der Kreditkarte sowie des Verbrauchers noch sicherer zu machen.
PCI DSS - Sicherheit

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Senkung des Betrugsrisikos

Es gibt immer wieder Betrüger, die versuchen, auf das internationale Zahlungssystem einzugreifen. So werden nicht nur Geldautomaten manipuliert, sondern Geschäfte ausspioniert, um Kundendaten zu erhalten. Man spricht hierbei von „Skimming“. Um entsprechende Betrügereien unverzüglich zu entlarven, beschäftigt VISA Europa Risiko- und Betrugsexperten, welche die Sicherheitslücken enttarnen. Die Experten untersuchen jeden Kreditkartenbetrug, um weitere Betrugsfälle zu unterbinden und die Sicherheitslücken zu beheben.

Beispielsweise werden Banken, die die Karten ausgeben, gewarnt, sofern verdächtige Transaktionen wahrgenommen werden. Die Bank selbst entscheidet, welche Maßnahmen eingeleitet werden sollen. VISA Europa beteiligt sich daran, die Betrugsfälle zu unterbinden, sobald es eindeutige Beweise für deren Bestehen gibt.

Um die Betrügereien noch schneller zu unterbinden, hat VISA Europa das so genannte Real Time Scoring Tool (RTS) eingeführt, welches bereits seit 2010 besteht. Die Betrugsfälle sollen um 15 Prozent sinken, da Betrugsfälle in Echtzeit aufgedeckt werden sollen. Um dies zu gewährleisten, wird ein neutrales Netzwerk verwendet. Das System generiert für jeden Zahlungsvorgang eine Bewertung des Risikos. Es dauert nur Millisekunden, um die Daten an die Bank zu übermitteln und zu entscheiden, ob die Bezahlung mit der Kreditkarte akzeptiert wird.

Der Kampf gegen den Betrug mit der Kreditkarte

Um dem Betrug den Kampf anzusagen, arbeitet VISA Europe seit Jahren mit der Europäischen Kommission sowie mit den Vollzugsbehörden zusammen. Betrügereien konnten auf diese Weise europaweit vermindert werden.

Durch den FPAP (Fraud Prevention Action Plan) werden folgende Punkte geregelt:

  • Sicherheit der Zahlungssysteme
  • Sicherheit der Zahlungsmittel
  • Zusammenarbeit zwischen Privatpersonen und Behörden
  • Neue Mitgliedsstatten der EU werden in das Betrugserkennungs-Rahmenprogramm aufgenommen
  • Zusammenarbeit der europäischen Staaten.